NACHT DER HIRTEN

NACHT DER HIRTEN

  • Genre Schauspiel
  • Bühne Schauspielbühne
  • Premiere19. September 2020
  • Vorstellungsdauer2:40 hod.
  • Anzahl der Wiederaufführungen7
  • Preis 520 - 560 Kč

Ein Drama über den Kampf von Talent und Macht

„Auch in einer kleinen Stadt kannst du etwas Gutes schaffen“, vermerkte Jakub Jan Ryba, ein bedeutender tschechischer Komponist an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert, in seinem Tagebuch. Dieser Aufklärer, Lehrer, Organist, Violinist und Autor von über hundert geistlichen Werken und mehreren Dutzend Liedern ist heute vor allem als Komponist der Böhmischen Weihnachtsmesse bekannt. Diese durchweg heitere Musik entstand jedoch oft unter verzweifelten Lebensumständen – die erwähnte „kleine Stadt“, also Rožmitál pod Třemšínem, wo Ryba als Kantor die längste Zeit seines Lebens verbrachte, wurde für ihn mit der Zeit zum Alptraum. Nicht umsonst trägt eine der Biografien Rybas den Titel Das gejagte Genie.

Die Nacht der Hirten des Dramatikers und Szenaristen Josef Bouček schildert gerade die Konflikte zwischen dem Genie und seiner verständnislosen Umgebung, aber auch die Existenznöte des herausragenden Komponisten, der von seinem erbärmlichen Lehrergehalt nur mit Mühe seine Familie ernähren kann. Ryba hat mit den Spötteleien der einfachen Leute, der unerfüllten Liebe zu seiner jungen Bewunderin Pavla und dem Widerstand seines größten Gegenspielers, des geistig rigiden Pfarrers Kašpar Zachar, zu kämpfen – vor allem aber auch mit seiner eigenen Sturheit, Unnachgiebigkeit und der Unfähigkeit, seinen absoluten Anspruch an sich selbst etwas herunterzuschrauben. Auch denen, die in unterstützen (sei es die Familie des Gutsverwalters Tichý, seine eigene Ehefrau oder der idealistische Kaplan Česaný), macht Ryba dadurch vielfach das Leben nicht leichter, denn oft kann oder will er die angebotene Hilfe nicht annehmen. Kann alle diese Konflikte die magische „Nacht der Hirten“ lindern, in der erstmals Rybas wahrhaft engelhafte Musik He, Meister! erklingen wird? „Rasch und ohn Verzug / laufen wir hin, wo’s so lieblich klingt./ In dieser einzigartgen Nacht/ ist alles überall wie am Tage./ Wie mir alles so lieblich klingt,/ wie alles durch meine Seele dringt!“

Das zeitlose Drama vom Kampf zwischen Talent und Macht, vom Konflikt zwischen geistiger Offenheit und Beschränktheit, von der Kraft des Geistes und der Musik und von der Entstehung der Böhmischen Weihnachtsmesse wird an unserem Theater von Regisseur Petr Gazdík einstudiert – der übrigens bei der letzten Inszenierung des Stückes auf unserer Bühne im Jahr 1985 im Alter von zehn Jahren einen der Schüler Rybas spielte.

Autor

  • Josef Bouček

Regie

Regieassistent

Světelný design

  • David Kachlíř

Musikszusammenarbeit

  • Dan Kalousek, Jiří Topol Novotný

Poster

  • Tino Kratochvil, Petr Hloušek

Umělecký záznam a střih představení

  • Dalibor Černák

Jakub Ryba, kantor a muzikant

Anna Rybová, jeho žena

Kašpar Zachar, rožmitálský farář

František Česaný, kaplan

Tichý, správce panství

Tichá, jeho žena

Pavla, jejich dcera

Pokorný, radní

Pokorná, jeho žena

Ježek, starosta

Ulovec, vysloužilec

Jan Ulovec, jejich syn

Jan Malbohan, zámecký písař

Kreuzenfeld, krajský školní komisař

Vesničanky

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